So brutal nutzte Mohamed H. die Frauen aus – ausgebeutet, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen

So brutal nutzte Mohamed H. die Frauen aus – ausgebeutet, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen

Zwangsprostitution: Über Jahre hat ein selbsternannter Sektenguru Frauen ausgebeutet, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen. Im Prozess in Düsseldorf wird zu Beginn das ganze Martyrium der Opfer ausgebreitet.

Er hatte die ganze Zeit ruhig auf der Anklagebank gesessen. Hatte in handschriftlichen Unterlagen geblättert und so getan, als ob ihn das Verfahren nichts anginge. Aber dann beschrieb der Staatsanwalt genau, wie Mohamed H. mit seinem Mittäter Dennis B. eine junge Frau geschlagen und vergewaltigt hat, wie er ihren Widerstand brutal brach und auch weitermachte, als sie ihn anflehte, aufzuhören, sie zu missbrauchen. Und da bricht es aus ihm heraus.

Mohamed H. trommelt mit seinen Fäusten auf den vor ihm stehenden Tisch, wirft seinen Oberkörper vor und zurück und schüttelt den Kopf. Für einen kurzen Moment kann man sich die Brutalität des Mannes in dem dunklen Jackett vorstellen. Seinem Anwalt gelingt es schnell, ihn zu beruhigen.

Prozessauftakt-gegen-Sekten-Guru-2-

In dem Prozess gegen Mohamed H. aus Köln und seinen Komplizen Dennis B. aus Leverkusen, der an diesem Dienstag vor dem Landgericht Düsseldorf begonnen hat, geht es um schweren Menschenhandel, Geiselnahme, Vergewaltigung und Betrug. Über Jahre hinweg sollen die beiden zusammen zwei Frauen dazu gebracht haben, als Prostituierte zu arbeiten. Bis zu 18 Stunden mussten die beiden anschaffen gehen. Von elf Uhr morgens bis drei oder auch fünf Uhr in der Nacht erfüllten sie ihren Freiern jeden Wunsch, um möglichst viel Geld zusammenzubekommen.

Arbeit in vermeintlich „seriösen“ Bordellen

Ständig mussten sie melden, wenn sie einen neuen Kunden hatten, zwischen zwei Freiern durfte die Pause nie länger als zehn oder 15 Minuten sein, sonst wurde ihnen Prügel angedroht. Und bei der Drohung blieb es nicht.

Straßenstrich: eine Prostituierte wartet auf Kunden

Kamen nicht die geforderten 1000 bis 1500 Euro am Tag zusammen, wurden sie brutal zusammengeschlagen, gefoltert, und gedemütigt.Der Zwangsprostitution gingen die beiden Frauen nicht in Hinterhofbordellen oder kleinen Wohnungspuffs nach, sondern auch in den vermeintlich seriösen Aushängeschildern der Rotlichtbranche: Dem „Pascha“ in Köln und dem „Magnum“-Saunaklub in Erkrath, der damit wirbt, der größte Puff Europas zu sein.

Beide Frauen wurden erst mit Lügen und Betrug in die Prostitution gezwungen, später kam dann ein bizarrer Kult um den gebürtig aus Algerien stammenden Mohamed H. dazu, dem sowohl die Prostituierten als auch Mittäter Dennis B. verfallen waren.

Bei beiden Frauen begann das Martyrium damit, dass sie eine Beziehung zu Dennis B. eingingen. Der brachte sie dazu, Darlehen aufzunehmen, die sie nicht zahlen konnten. Den Banken wurden gefälschte Arbeitsverhältnisse vorgespielt oder durch Überweisungen auf das Konto der Frauen Umsätze, die sie selbst nicht erzielten.

Das Logo der Sekte tätowiert

Bei einer der Freundinnen gelang der Bankbetrug. Das geliehene Geld musste sie sofort an H. und B. abgeben. Die warteten schon im Auto vor der Bankfiliale darauf, dass sie mit dem Bargeld herauskam. Als ihr klar wurde, dass sie ihre Schulden nicht zahlen konnte und B. ihr auch nicht finanziell helfen würde, ließ sie sich zur Prostitution erpressen.

Immer wieder spielten die beiden Männer mit den Ängsten der Frauen……

Quelle: Die Welt

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