Flüchtlinge plündern die Tafelläden, aber ziehen im Laden nebenan Bündel mit 500€-Scheinen aus der Tasche

Flüchtlinge plündern die Tafelläden, aber ziehen im Laden nebenan Bündel mit 500€-Scheinen aus der Tasche

Das untere Ende der Gesellschaft

Manfred Baasner verteilt Essen, das sonst im Müll landen würde. Immer mehr Alte, Arme und Flüchtlinge kommen zu ihm. Der Verteilungskampf am unteren Ende der Gesellschaft eskaliert. Ein Besuch bei Deutschlands größter Tafel.

Wie ein König steht Manfred Baasner da, die Lippen unter dem grauen Schnauzbart geschürzt, die Hände auf das Geländer der Laderampe gestützt, neben sich eine Kiste welker Karotten. Baasner leitet die Tafel Bochum-Wattenscheid, die größte in Deutschland. Aus verkniffenen Augen blickt er herab, das hier ist sein Reich.

Auf dem Parkplatz vor ihm hasten an diesem Morgen Menschen zur alten Lagerhalle, wo es die Almosen gibt. Trolleys rumpeln über den Asphalt. Früher kannte Baasner die meisten, die hierherkamen. Doch heute? „Immer mehr Fremde“, brummt er. Frauen mit Kopftüchern, Männer mit langen Vollbärten und Smartphones. „Inzwischen haben wir 80 Prozent Asylsuchende.“ Man versteht ihn kaum, seine Stimme verliert sich zwischen den Rufen von unten und dem Röhren der Lieferwagen, die ausrücken, um alte Lebensmittel bei den Supermärkten der Umgebung einzusammeln. Baasner rückt seine Schlägermütze zurecht und wendet sich ab. „Es läuft was richtig schief in Deutschland.“

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Die Warteschlange der Bedürftigen windet sich schon jetzt, kurz nach Öffnung des Barmherzigkeitsvereins, mehr als 50 Meter über den Hof, zwischen parkenden Autos hindurch. Je länger sie wird, desto gereizter die Stimmung. Alle bekommen bei der Anmeldung bunte Kärtchen – die Eintrittserlaubnis für eine bestimmte Stunde. Eine Farbtafel zeigt, wer dran ist. Jetzt sind es die roten. Aber daran halten sich nicht alle. „Jetzt nur rooohooot!“, schreit eine Mitarbeiterin. „Neeeeiiin, hinten anstellen!“

Ein junger Mann mit blonden Haaren will sich durchmogeln.“Haaalloo!“, ruft sie. „So nicht!“ Eine alte Frau hält ihr stumm irgendein Dokument entgegen, sie übersieht es.

Dann rauscht ein Vater mit einem Kinderwagen heran, er schreit: „Ill! Ill! Ill!“ und zeigt mit dem Daumen auf das Baby. „Nix mit krank“, ruft die Kontrolleurin. „Lassen Sie das Kind nächstes Mal zu Hause!“

„Scharmuta!“, raunzt der Mann auf Arabisch: Schlampe!

Quelle: Stern

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